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Ist der VW Käfer wirklich deutsch?*

tatra
vw

Der Krimi beginnt mit dem Autokonstrukteur Hans Ledwinka, der 1931 für die tschechischen Tatra-Werke einen Wagen entwickelte, der dem späteren VW wie ein Ei dem anderen glich: sowohl äußerlich – in der Käferform – als auch in den technischen Details – durch den luftgekühlten Vier-Zylinder-Boxermotor. Wiederentdeckt wurden die Ursprünge des "Käfers" jetzt von den österreichischen Fachautoren Günther Nagenkögl und Hans Stögmüller, die in ihrem eben erschienenen Buch "Hans und Erich Ledwinka" (Akazia-Verlag) der Entstehung des VW-"Käfers" minuziös nachspürten. Der 1878 in Klosterneuburg geborene Hans Ledwinka hatte bereits als junger Chefkonstrukteur bei den Steyr-Werken die Idee, "ein Auto zu bauen, das sich auch weniger vermögende Leute leisten können".

Vorbild für den "Käfer"

Da man von einem solchen Wagen bei Steyr nichts wissen wollte, wechselte Ledwinka 1921 als Betriebsdirektor zu den Tatra-Werken in Mähren, für die er 1931 den Prototyp des Tatra V 570 baute. Und der sollte zum Vorbild des VW-"Käfers" werden. Hans Ledwinka und Ferdinand Porsche, die beide bei Steyr gearbeitet hatten, kannten und schätzten einander und waren sogar befreundet. Wie Ledwinka kündigte auch Porsche bei Steyr – er jedoch, um sich mit einem eigenen Konstruktionsbüro in Stuttgart selbstständig zu machen. Dort begann Porsche 1933 – also zwei Jahre nach der Fertigstellung des Tatra-Prototyps von Ledwinka – im Auftrag der NSU-Werke mit der Konstruktion eines "Volkswagens", der auch schon diesen Namen trug: Das Auto zeigte die käferähnlichen Züge des Tatra und auch der luftgekühlte Boxermotor im Fahrzeugheck entsprach dem in Mähren gebauten Mittelklasse-Pkw. Als Ledwinkas Stromlinienwagen auf dem Berliner Automobilsalon 1934 ausgestellt wurde, kam Hitler zum Stand der Tatra-Werke, um sich von Ledwinka über alle technischen Einzelheiten unterrichten zu lassen. Dann sagte er zu seinem Gefolge: "Das ist der Wagen für meine Straßen!"

"Deutsches Auto"

Doch der Auftrag, den "Käfer" zu bauen, erging an Ferdinand Porsche. "Erstens, weil Hitler unbedingt ein, deutsches Auto’ wollte und zweitens, weil Porsche – im Gegensatz zu Ledwinka – Mitglied der NSDAP war", erklären die Buchautoren Nagenkögl und Stögmüller.

Als Hitler auch bei der Berliner Automobil-Ausstellung 1939 erschien, erkannte er die Ähnlichkeit eines neuen Tatra mit dem VW, worauf die Tatra-Werbeplakate augenblicklich entfernt werden mussten. Im selben Jahr wurde der Bau dieses Tatra-Personenwagens verboten. "Alle Versuche, die Erfindungen von Ledwinka geltend zu machen", schreibt das Autorenteam, "wurden von Seiten der NSDAP niedergeschlagen. Ferdinand Porsche, auf diesen unrechtmäßigen Nachbau angesprochen, erklärte seinem Freund Ledwinka gegenüber wiederholt, er habe unter Zwang gehandelt, das heißt auf ausdrücklichem Befehl Hitlers, ohne Rücksicht auf fremde Rechte diesen Volkswagen bauen zu müssen."

Quelle: motor.at

CAFEE

Center for Alternative Fuels, Engines and Emissions

Zentrum für alternative Treibstoffe, Motoren und Emissionen

Bekannt für seine Kompetenz bei der Messung und Analyse dessen, was aus dem Auspuff kommt.[*1]

Leiter Dr. Dan Carder

Studenten:
Hemanth Kappalla aus Indien
Student Marc Besch aus der Schweiz


Prüften im Frühjahr 2013  in Kalifornien einen VW Jetta.

Der Jetta stiess sogar deutlich mehr aus als ein moderner Diesel-Lkw.[*1]

CAFEE zweifelte an den Messmethoden und dachte irgenwann pendelt sich nach längerer Fahrt der Wert ein. Aber das passierte nicht.

An Heimtücke seitens VW hätten Kappanna und seine Kollegen nicht im Traum gedacht.[*1]

Die Vorstellung, der saubere Diesel könnte sich als grosse Lüge erweisen, die von einer Handvoll Akademikern mit knappem Fördermitteln aufgedeckt würde - das hätten sich die drei nicht in einr Million Jahre träumen lassen.[*1]

CARB

California Air Resorces Board

In Kalifornien zuständige Behörde für Luftreinhaltung.

Weil der Bundesstaat beharrlich um bessere Luft kämpft, sind die dort geltenden Emissionsrichtlinien strenger als die der US-Regierung. CARB profitiert von einem parteiübergreifenden politischen Konsens für die rigorose Durchsetzung der Vorschriften, im Gegensatz zur EPA, auf die in Washington oft eingedroschen wird.[*1]

In der Autoindustrie geniesst CARB Respekt und wird manchmal wegen seiner Expertise gefürchtet.[*1]

Kriegt ein Fahrzeug in Kalifornien kein Zulassung, ist der Verkauf in den USA praktisch nicht mehr möglich.

Ein Dutzend anderer Bundesstaaten darunter New York, Pennsylvania, Maryland und die meisten Neuengland-Staaten, haben die kalifornischen Normen für die Luftqualität übernommen und erteilen keinem Auto die Zulassung, das bei CARB durchgefallen ist.[*1]

Auch die EPA lässt keine Autos zu, die von Kalifornien zurückgewiesen wurden.[*1]

ICCT

International Council on Clean Transportation

Das International Council on Clean Transportation ist eine gemeinnützige Organisation mit der Aufgabe, erstklassige und von Lobbyisten unbeeinflusste Forschung zu betreiben und technische und wissenschaftliche Analysen für Umweltbehörden zu erstellen.

Hauptsitz: Washington

Weitere Sitze San Francisco und Berlin

EPA

Die United States Environmental Protection Agency (EPA bzw. USEPA, deutsch Umweltschutzbehörde) ist eine unabhängige Behörde der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika zum Umweltschutz und zum Schutz der menschlichen Gesundheit. Die EPA wurde 1970 unter Präsident Richard Nixon eingerichtet.

Die EPA ist politisch unabhängig und wird von den Fahrzeugherstellern oft gefürchtet. Sie setz Umweltschutzbelangen hart durch und hat auch schon das FBI eingeschaltet was zu Verhaftungen von VW Managern geführt hat.

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